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ERW-Rohrfertigungsmaschine: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Bedienung – Teil 1: Auspacken, Anheben und Ersteinrichtung

Walzen für Rund- und Vierkantrohre

Willkommen zum ersten Teil unserer Serie zur Bedienung von ERW-Rohrmaschinen! In dieser Serie führen wir Sie durch die wichtigsten Schritte für den Betrieb und die Wartung Ihrer ERW-Rohrwalzanlage (elektrisches Widerstandsschweißen), um eine effiziente Produktion und eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.

Dieser erste Beitrag konzentriert sich auf die entscheidenden Anfangsschritte: Auspacken, Prüfen, Anheben und die Durchführung der notwendigen Grobeinstellungen, um Ihre neue Rohrfertigungsmaschine betriebsbereit zu machen. Eine sorgfältige Vorbereitung ist der Schlüssel zu einer reibungslosen und erfolgreichen Installation.

I. Auspacken und Inspektion: Die Grundlage für den Erfolg

Bevor Sie Ihre neue Rohrwalzanlage in Betrieb nehmen, sollten Sie sie sorgfältig auspacken und überprüfen. So gehen Sie dabei vor:

  • Dokumentation zuerst:Suchen Sie die Bedienungsanleitung und alle zugehörigen Dokumente und lesen Sie diese sorgfältig durch. Machen Sie sich mit den Bauteilen, Mechanismen und Funktionsprinzipien der Maschine vertraut. Dieses Wissen ist für einen sicheren und effektiven Betrieb unerlässlich.
  • Bestandsprüfung:Vergleichen Sie den Inhalt jeder Kiste mit dem Lieferschein. Prüfen Sie sorgfältig, ob alle Artikel vorhanden und unbeschädigt sind. Notieren Sie jegliche Abweichungen oder Beschädigungen in einem detaillierten Auspackprotokoll. Diese Dokumentation ist unerlässlich, um eventuelle Probleme mit dem Lieferanten zu klären.

II. Heben und Positionieren: Die Voraussetzungen für Präzision schaffen

Nachdem die Maschinenkomponenten nun geprüft und erfasst wurden, ist es an der Zeit, sie an ihre vorgesehenen Positionen zu bringen.

  • Heben des Arbeitstisches:Verwenden Sie zum Anheben der Arbeitstische die dafür vorgesehenen Hebepunkte, in der Regel die Befestigungslöcher für die Fundamentbolzen auf beiden Seiten.
  • Layout:Beachten Sie das Gesamtlayoutdiagramm (in der Dokumentation enthalten) und positionieren Sie jedes Bauteil (Formteil, Schweißteil, Kalibrierteil und Getriebe) sorgfältig an seinem vorgesehenen Platz.

III. Grobe Ausrichtung: Alles an den richtigen Platz bringen

Nachdem die Komponenten positioniert sind, erfolgt im nächsten Schritt eine grobe Ausrichtung. Dabei wird die Maschine nivelliert und der richtige Abstand zwischen den verschiedenen Abschnitten sichergestellt:

  • Fundamentbolzen:Setzen Sie die Fundamentbolzen in die vorgebohrten Löcher im Sockel ein und achten Sie darauf, dass die Bolzen mittig in den Löchern sitzen.
  • Nivellierung:Verwenden Sie Stahlplatten (ca. 20 x 150 x 150 mm), die unter den Fundamentbolzen und den Justierbolzen an jeder Ecke der Maschine platziert werden, um die Nivellierung vorzunehmen. Ausgleichsscheiben sind noch besser geeignet. Ziel ist es, jedes Segment des Rohrwalzwerks annähernd nivellieren zu können. Die Fundamentbolzen dürfen die Metallbasis des Walzwerks nicht direkt berühren.
  • Höhenverstellung:Die Höhe (H) jedes Arbeitstisches (Formen, Schweißen, Kalibrieren) wird grob auf ca. 550 mm eingestellt (berechnet als: Höhe der Rollunterkante – 350 mm = 900 mm – 350 mm = 550 mm). Die Höhe (H) des Getriebearbeitstisches sollte ca. 600 mm betragen.
  • Abstand und Ebene:Stellen Sie den horizontalen Abstand zwischen den Arbeitstischen grob ein und achten Sie darauf, dass sie auf gleicher Höhe sind.
  • Getriebeausrichtung:Verbinden Sie die Kardanwelle zwischen Getriebe und horizontalem Walzenständer. Stellen Sie sicher, dass die Maße mit der Gesamtzeichnung übereinstimmen und die Kardanwelle ausreichend axial beweglich ist (frei von Blockierungen). Prüfen Sie außerdem, ob die Mittellinie der Getriebeausgangswelle vertikal mit der Mittellinie der horizontalen Walzenwelle fluchtet. Achten Sie darauf, dass die Getriebe-Montagefläche parallel zur Walzenachse verläuft (Toleranz: 2 mm).
  • Fundamentvorbereitung:Gemäß den Bauvorschriften müssen die Fundamentlöcher gereinigt und mit Zementmörtel der vorgeschriebenen Güteklasse verfüllt werden.

IV. Vorbereitung auf die Feinabstimmung und Vorsichtsmaßnahmen

Diese Schritte stellen die Grundvorbereitung dar und müssen abgeschlossen sein, bevor der Zementmörtel für das Fundament der Maschinen aushärtet. Die Feinjustierung der Position ist entscheidend, daher ist es wichtig, diese Schritte korrekt auszuführen. Machen Sie außerdem vor diesem Schritt eine Pause. Beachten Sie folgende Regeln:

  • Sauberkeit ist entscheidend:Vor der Feinjustierung müssen alle Maschinenteile gründlich gereinigt werden, um Staub und Schmutz zu entfernen, die sich während des Transports und der Handhabung angesammelt haben. Dadurch wird eine Verunreinigung der Reibungs- und Übertragungsflächen verhindert.
  • Schmierung:Stellen Sie sicher, dass alle Schmierstellen, Öltanks und Getriebe mit den entsprechenden Schmierstoffen befüllt sind und für den Testlauf bereit sind.
  • Staubschutz:Schützen Sie die Maschinenkomponenten während des Installationsvorgangs mit Staubschutzabdeckungen.
  • Rostschutz:Kann die Maschine nicht unmittelbar nach der Installation getestet werden, sind geeignete Maßnahmen zur Rostverhütung zu ergreifen.
  • Integrität der Stiftung:Stellen Sie sicher, dass die Fundamentbolzenlöcher ordnungsgemäß verfüllt sind und dass der nachträgliche Zementguss eine sichere Verbindung mit dem ursprünglichen Fundament eingeht.

Nächste Schritte:

In unserem nächsten Blogbeitrag beschreiben wir die Feinabstimmung und die Vorbereitung der Maschine für ihren ersten Testlauf. Freuen Sie sich auf weitere wichtige Tipps und Tricks für die Bedienung Ihrer ERW-Rohrfertigungsmaschine!

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Veröffentlichungsdatum: 08.02.2025
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