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Kontaktschweißen vs. Induktionsschweißen: Die richtige HF-Methode für Ihr Rohrwerk auswählen

Einleitung: Das Herzstück der Schweißnaht

Bei der Herstellung von längsgeschweißten Rohren mittels Hochfrequenzschweißen (HF) ist der Schweißprozess das Herzstück der gesamten Fertigung. Qualität, Festigkeit und Aussehen des Endprodukts werden in dieser entscheidenden Phase bestimmt. Obwohl das Ziel dasselbe ist – eine perfekte Schweißnaht zu erzeugen –, macht die angewandte Methode den entscheidenden Unterschied.

Es gibt zwei Hauptverfahren für das HF-Schweißen: Kontaktschweißen und Induktionsschweißen.
Turk-Head Forming ERW Pipe Mill

Es gibt zwei MöglichkeitenHochfrequenzschweißenKontaktschweißen und Induktionsschweißen.

Kontaktschweißen

Beim Kontaktschweißen werden zwei Kupferelektroden an beiden Seiten des zu verschweißenden Stahlrohrs angelegt. Der induzierte Strom sorgt für eine gute Einbrandtiefe. Durch den direkten Kontakt zwischen den Kupferelektroden und dem Stahlblech werden die beiden Effekte des Hochfrequenzstroms maximiert. Daher ist die Schweißleistung beim Kontaktschweißen höher und der Energieverbrauch geringer. Es findet breite Anwendung bei der Herstellung von Rohren mit hoher Geschwindigkeit und geringer Präzision und ist insbesondere bei dickwandigen Stahlrohren üblich. Allerdings weist das Kontaktschweißen zwei Nachteile auf: Zum einen verschleißt die Kupferelektrode durch den direkten Kontakt mit dem Stahlblech schnell; zum anderen ist die Stromstabilität aufgrund der Ebenheit der Stahlblechoberfläche und der Geradheit der Kanten gering, was zu einer relativ hohen Anzahl innerer und äußerer Grate an der Schweißnaht führt. Daher wird es in der Regel nicht zum Schweißen von hochpräzisen und dünnwandigen Rohren eingesetzt.

Induktionsschweißen

Beim Induktionsschweißen werden eine oder mehrere Windungen einer Induktionsspule außen um das zu verschweißende Stahlrohr gewickelt. Mehrwindige Spulen erzielen eine bessere Wirkung als einwindige, ihre Herstellung und Installation sind jedoch aufwendiger. Die Effizienz ist am höchsten, wenn der Abstand zwischen Induktionsspule und Stahlrohroberfläche gering ist, allerdings besteht dann die Gefahr von Entladungen zwischen Spule und Rohr. Im Allgemeinen empfiehlt sich ein Abstand von 5–8 mm. Da die Induktionsspule beim Induktionsschweißen keinen Kontakt zum Stahlblech hat, entsteht kein Verschleiß, und der Induktionsstrom ist relativ stabil, was die Stabilität des Schweißvorgangs gewährleistet. Die Oberflächenqualität des Stahlrohrs ist nach dem Schweißen gut, und die Schweißnaht ist glatt. Induktionsschweißen wird daher hauptsächlich für Präzisionsrohre eingesetzt.


Veröffentlichungsdatum: 23. April 2023
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